Wenn der Chef Lachse angelt – oder sich in Führungstherapie begibt!
| Autor: Kristin | Kategorie: Kuriosum | 30.June 2008 |
Das Arbeitsleben ist nicht einfach. Nicht nur, dass es manchmal irre viel zu tun gibt und man nicht weiß, mit welcher Aufgabe man zuerst anfangen soll, sondern im Arbeitsleben auch noch den emotionalen Haushalt möglichst ausgeglichen zu halten, ist quasi manchmal gar nicht möglich. Arbeits- und Privatleben sollten, vor allem in leitenden Funktionen, getrennt werden. Schließlich bringt es rein gar nichts, wenn man seine schlechte Laune (die sich vielleicht aufgrund von persönlichen, privaten Ärgernissen auf die Stimmung auswirkt) an seinen Mitarbeitern auslässt. Ebenso ist es eher destruktiv, wenn man die persönliche Hochstimmung (weil man vielleicht grad im siebten Himmel schwebt) auf die Mitarbeiter überträgt und die selbige auch von ihnen verlangt. Studien zeigen jetzt aber, dass es gerade für Führungskräfte in langjährigen Tätigkeiten nicht einfach ist, diese privaten Stimmungen von ihren Führungsausgaben zu trennen. Schnell einmal vergreift man sich im Ton, belehrt den Angestellten auf eine unangenehm beleidigende Art, statt ihm mit konstruktiver Kritik weiter zu helfen.
Der erfahrene Führungskräfte-Trainer Klaus Barde beobachtet eine Verschärfung der Faktoren körperliche Anspannung, gefühlte Aggression und langanhaltende Resignation. Vor allem bei Chefs.
„Während sich die wirtschaftlichen Verhältnisse bei der Summe der Führungskräfte laufend verbessert hat, steht die Entwicklung der emotionalen Lebenswirklichkeit oft kurz vor dem Abgrund. Vorrangig leitende Angestellte unterdrücken zu viele Werte ihrer ursprünglichen Persönlichkeit. Selbständige Unternehmer sind dagegen in ihrem Lebensgefüge oft erheblich stabiler. Es ist zudem ein gern praktizierter Irrtum, sich mittels eines Coaching „heilen“ zu wollen. Unsere Feststellung ist, dass zumindest ein vierteljährlicher Rhythmus erforderlich ist, um nachhaltigen Ausgleich zu schaffen.(Quelle)
Dafür gibt es jetzt Seminare der besonderen Art: skandinavische Seminare! Diese sollen helfen, die Persönlichkeit von Führungsverantwortlichen auch im Alltag zu stärken und werden regelmäßig über einen längeren Zeitraum eher unkonventionell durchgeführt:
Skandinavische Seminare finden viermal jährlich statt. Sie wechseln zwischen Hütten im norwegischen Hochgebirge und Hütten auf den der Küste vorgelagerten Inseln. Seminarleiter ist Zen-Coach Klaus Barde. Teilnehmer buchen einen Zyklus von vier Seminaren, um die Themen „Start, Umsetzung, Ziel, Neuanfang“ sinnvoll zu verbinden. (Quelle)
Toll oder? Es heißt also „Augen auf“, wenn der Chef das nächste mal laut über seinen bevorstehenden Norwegen-Urlaub berichtet. Entweder will er einfach nur Lachse fangen oder ein besserer Chef werden! Und schon sei ihm der Urlaub viel mehr gegönnt, oder?

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