Der 100-Dollar-Laptop. Wenn´s mal wieder länger dauert…
| Autor: Kristin | Kategorie: Kuriosum | 31.July 2008 |
Vor einiger Zeit haben wir ja über die 100-Dollar-Laptops berichtet (siehe hier) – geplant war, diese 2010 auf den Markt zu bringen und damit auch armen Kindern Multimedia-Bildung zu ermöglichen.
Tja. Wie heißt es immer: „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“ – Will sagen: die Dinger haben Verspätung und schaffen es nicht so schnell auf den Markt, nicht einmal bis 2011.
Da gegenwärtig alle gängigen Modelle der preiswerten Notebooks im Miniformat deutlich mehr als die von der Computerindustrie angestrebten 100 Dollar kosten, erscheint ein großer Preisverfall für die kommenden zwei bis drei Jahre mehr als unwahrscheinlich. (Quelle)
Die Billig-Laptops waren für die Schwellenländer vorgesehen – hier sah man den perfekten Markt dafür. Doch irgendwie wird jetzt schon wieder alles relativiert. Fachleute warnen angeblich davor, bei der Herstellung einzig und allein auf die Minimierung des Verkaufspreises zu achten. Der wirtschaftliche Nutzen von Multimedia- und Internetkompetenz in den Schwellenländern sei zwar wichtig, aber im Moment seien noch viele Probleme, die beim Verkauf der Billig-Laptops aufkommen werden, gar nicht gelöst, so die Fachleute.
Zu den ungeklärten Schwierigkeiten zählen beispielsweise die Festlegung von relevanten Hardware-Vorgaben, die Stromversorgung, aber auch die Verfügbarkeit der Geräte sowie die Kosten von Internetverbindungen. Auch sind adäquate Finanzierungsoptionen für die Schwellenländer, in denen finanzielle Mittel womöglich stark beschränkt sein könnten, ein gravierendes Problem. (Quelle)
Interessanter scheint dann doch der hiesige Markt, auf dem die Mini-Unterhalter als günstige Zweitlaptops sich großer Beliebtheit erfreuen. Wenn da mal nicht der Zielmarkt geändert wird, denn…
…warum kompliziert, wenn´s auch einfach geht, oder? Und ein bisschen Social Responsibility-Marketing im Vorfeld ist ja nie verkehrt.


Kommentar schreiben