Wenn Lebensläufe lügen lernen
| Autor: Kristin | Kategorie: Kuriosum | 4.August 2008 |
Zum Wochenanfang gibts erstmal ein paar Zahlen. Und zwar liefert die mein Fundstück des heutigen Montags: eine herausgegebene Studie deckt auf, wie oft Bewerber in ihren Lebensläufen leicht schwindeln oder doch eher grob lügen.
Gut, dass man schlechte Noten, abgebrochen Lehrestellen, Hochkant-Rauswürfe aufgrund von Betriebsspionage und Kollegen-Mobbing seinem zukünftigen Arbeitgeber irgendwie verheimlichen will, ist ganz verständlich. Wer schreibt schon gern im Lebenslauf, dass es auch mit dem 34. Arbeitgeber irgendwie nicht klappt, weil man die Betriebsgeheimnisse, die Spezial-Rezepturen des Produkts oder diskrete Firmeninterna nicht bei sich behalten kann, sondern diese Neuigkeiten auf der privaten Homepage im Twitter-Stil veröffentlicht.
Da muss bei einigen wohl der Lebenslauf-Radiergummi her – schnell werden Zahlen, Daten und Beweggründe umgeschrieben, und zwar so lang, bis es wieder gut aussieht.
Die genauen Zahlen der Studie gibt es hier:
- 8 % der Arbeitnehmer gaben zu, in ihren Lebensläufen bisher geschummelt zu haben
- 49% der Arbeitgeber sagen, dass sie bisher schon mindestens einen Kandidaten der Lügen überführt haben
- 57% dieser Arbeitgeber bestätigen, dass sie diese Kandidaten aus diesem Grund nicht in die engere Wahl genommen haben
- 36% der Arbeitgeber, die Lügner erwischt haben, sagen aus, dass sie die Bewerber zwar noch in die engere Wahl gezogen haben, sie aber am Ende nicht eingestellt haben
- Nur 6% haben die „Schwindler“ auch eingestellt
Die meisten Lebenslauf-Lügereien gibt’s:
- Im Verantwortungsbereich – 38%
- Im Bereich der Fähigkeiten – 18 %
- Bei den Zeitangaben – 12 %
- Bei den Angaben der Akademischen Titel – 10%
- Bei den Angaben über bisherige Arbeitgeber – 7 %
- Bei Tätigkeitsbezeichnungen – 5 %
Tja.
Dumm nur, wenn der zukünftige Wunsch-Arbeitsgeber skeptisch wird und im Vorstellungsgespräch ein peinlicher Moment nach dem anderen auftritt.
Deshalb immer merken:
Lügen haben kurze Beine – und meist auch keinen Job

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